Für das Bebauungsplangebiet „Zwerchstück“, das an das Feriengebiet Sudrach angrenzt, liegt eine Anfrage der Bauträgergesellschaft rome-tec vor, die dort barrierefreie Häuser in einen Wohnpark „Wohn- und Lebensraum 55+“ bauen möchte, so Bürgermeister Siegfried Ständecke. Zur Information des Gemeinderates stellte Klaus Wächtler von der rome-tec GmbH aus Schweinfurt das Gesamtkonzept vor und beantwortete zusammen mit Geschäftsführer Rolf Meier die Fragen der Räte.
Der Standort mit einer Fläche von etwa zwei Hektar und die Voraussetzungen in Michelau würden sich sehr gut für einen Seniorenwohnpark eignen, so Wächtler. Das Konzept sieht grundsätzlich ebenerdige Bungalows mit Garagen oder Pkw-Unterstellplätzen vor. Zielgruppe ist die Altersgruppe 55 plus, die ihren Lebensabend in eigenen vier Wänden verbringen möchte. Hiervon könnten auch die örtlichen Vereine und Einrichtungen profitieren, so Wächtler. Eine Person vor Ort kümmere sich bei Bedarf um die persönlichen Anliegen der Bewohner und koordiniere Dienstleistungen jeglicher Art.
Der Bedarf für solche Wohnkonzepte habe sich bei einer Umfrage des Landkreises im Hinblick auf ein seniorenpolitisches Konzept gezeigt. Sowohl der Landrat als auch die zuständigen Stellen der Staatsregierung begrüßten diese Initiative ausdrücklich, so der Mitarbeiter des Bauträgers.
Das Projekt wird erst verwirklicht, wenn mindestens die Hälfte der Grundstücke verkauft ist. Ab diesem Zeitpunkt müsste dann auch die Erschließung des Baugebietes durch die Gemeinde erfolgen.
Bürgermeister Ständecke stellte fest, dass die Gemeinde dem Konzept überwiegend positiv gegenübersteht.
Im letzten Tagesordnungspunkt der öffentlichen Gemeinderatssitzung beschäftigte sich das Gremium mit der Vergabe digitaler Bestandsaufnahmen der Wasser- und Kanalleitungen. Die Dokumentation aller unterirdischen Leitungen sei unbedingt notwendig, hob Bürgermeister hervor. Sowohl für die vorgeschriebene Aufnahme der Kanalleitungen als auch für die Schadenslokalisierung bei der Fernwasserleitung sei eine solche Arbeitsgrundlage erforderlich. Das Angebot der Unterfränkischen Überlandzentrale Lülsfeld enthalte eine umfassende Dokumentation aller Leitungen in der Gemeinde. Allerdings müssten auf Grundlage der digitalen Flurkarte noch Neuvermessungen der Leitungen erfolgen, was einen erheblichen Aufwand mit sich bringe, so das Ortsoberhaupt. So sind bei den Kanalleitungen unter anderem 433 Kanalschächte einzumessen.
Der digitale Datenbestand, so Ständecke, wird auch für die anstehenden Dorferneuerungsmaßnahmen und bei künftigen Tiefbauprojekten eine wichtige Grundlage darstellen. Obwohl ein etwas günstigeres Angebot eines zweiten Anbieters vorlag, entschied sich der Gemeinderat einstimmig für die Auftragsvergabe an die ÜZ zum Preis von etwa 12 000 Euro und laufenden Kosten mit 582 Euro pro Jahr.