Neuigkeiten aus Michelau

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06.08.2016

 Der Platz an der Hauptstraße wurde jetzt im Rahmen einer kleinen Feier seiner Bestimmung übergeben.

Der Dorfplatz entstand, nachdem die Gemeinde dort ein Wohnhaus erwarb und abriss. Unmittelbar angrenzend befindet sich an verdeckter Stelle ein Brunnen, aus dem früher die Haushalte ihr Trinkwasser bezogen und an dem die Tiere getränkt wurden. Der Brunnen hatte den Namen „Hirtenbrunnen“. Dieser Name war aus dem Sprachgebrauch verschwunden. Die Benennung des neuen Dorfplatzes als „Hirtenbrunnen“ soll an die alte Tradition anknüpfen.

So wie man sich früher beim Trinkwasserholen und Tränken der Tiere dort traf, soll dieser Platz zukünftig wieder als Treffpunkt dienen, an dem man gerne verweilt und an dem man auch kleine Feste feiern kann, wünschte sich Bürgermeister Siegfried Ständecke. Er blickte dann zurück auf die Entstehung des Platzes, die von Anfang an eine großartige Gemeinschaftsaktion war.

 

Bereits im Vorfeld gingen viele Anregungen für die Gestaltung ein. Verschiedene Versionen wurden teils lebhaft bei mehreren Arbeitstreffen diskutiert. Wichtig war die Verwendung einheimischer Baustoffe wie Sandstein und Holz. Mit einem Planentwurf aus dem Architekturbüro Schlereth & Buzzi, Gerolzhofen, bewarb man sich beim Amt für Ländliche Entwicklung um Zuschüsse, die dann auch für den Abriss des Wohnhauses und dem Anlegen des Platzes zugesichert wurden. Als Dorfbaum wurde ein Feldahorn gepflanzt, der besonders geeignet für die Anforderungen in der Nähe der Straße erschien und zudem bei seiner Pflanzung 2015 der Baum des Jahres war. Die Sandstein-Mauerarbeiten wurden von der Firma Thomas Heß ansprechend ausgeführt. Die Flächengestaltung erfolgte mit einem gut begehbaren und farblich angepassten Pflaster. Eine kreativ gestaltete Sitzgruppe unter einem Pavillon stammt von einem heimischen Holzkünstler. Weitere Bürger spendierten einen Gedenkstein und eine Schwengelpumpe.

Die angrenzenden Nachbarn sorgten mit der Gestaltung ihrer Fassaden für eine passende Einrahmung des Platzes. Mehrere Damen unter der Anleitung von Christiane Schwab-Blaurock sorgten für die Bepflanzung der Grünflächen.

Besonders großen Einsatz bei der Umsetzung der umfangreichen Pflasterarbeiten zeigte ein „Rentner-Elite-Bautrupp“, wie sie der Bürgermeister bezeichnete. Er bedankte sich namentlich bei Alfred Werb, Norbert Kiel, Josef Schmitt, Dieter Dantinger, Reinhold Pfrang und Alois Götz, die auch in der größten Hitze viele Stunden anstrengende Pflasterarbeiten durchführten und damit bleibende Werte geschaffen haben.

Weiterhin bedankte sich der Bürgermeister bei seinen engagierten Bauhofmitarbeitern und den Bürgerinnen und Bürgern für die verständnisvolle Begleitung der Bauarbeiten.

Die Baukosten beziffert Bürgermeister Ständecke auf rund 85 000 Euro. Ohne das Engagement der Bürger wäre es wohl das Doppelte gewesen.

„Wenn Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, diesen Platz als die gute Stube in Michelau schätzen, pflegen und nutzen, dann hat sich der Aufwand mehr als gelohnt und dann werden wir alle noch lange unsere Freude daran haben“, waren die abschließenden Worte des Bürgermeisters.

Die Heimatkapelle Michelau begleitete mit einigen Musikstücken die Übergabefeier.



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